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Von der königlichen Feuerlöschordnung zur ersten Ronheimer Feuerspritze

Am 1. Januar 1807 endete die Landeshoheit des fürstl. Hauses Oettingen Wallerstein. Die königliche Regierung erließ eine neue Feuerlöschordnung, die zur Einführung der Pflichtfeuerwehren führten und zu der alle männlichen Gemeindebürger vom 18. bis zum 60. Lebensjahr verpflichtet waren. In der Feuerlösch- ordnung, die 1864 in Ronheim angenommen wurde, heißt es: „Alle männlichen Ortsbewohner, welche über 15 Jahre zählen, soweit sie nicht durch ganz besondere Umstände wie z. B. hohes Alter, körperliche Gebrechen, Krankheit usw. zu erscheinen gehindert sind, haben die Verpflichtung bei Feuerbrünsten Hilfe zu leisten…“

Bereits im Jahr 1858 hatte die Gemeinde an die Scheune des Leonhard Käferlein (heute Haus Nr. 11a) ein „Feuerlösch Maschinen-Häuschen“ anbauen lassen, das 1888 durch einen Neubau ersetzt wurde. Am 7. Juni beschlossen die Bürger der kleinen Gemeinde unter Bürgermeister Löw, ein Spritzenhaus an der Stelle des Löschhäuschens zu bauen.

Sehr bald schon stellte sich heraus, dass diese Pflichtfeuerwehren auf Dauer die Anforderungen nicht erfüllen konnten. Nur eine speziell ausgebildete und ausgerüstete Organisation konnte eine erfolgreiche Brandbekämpfung gewährleisten. Dies führte zur Einführung der freiwilligen Feuerwehren.

Die ersten freiwilligen Feuerwehren im Königreich Bayern sind dann in der Zeit von 1849 bis 1866 vorwiegend aus Turnvereinen und Bürgerwehren hervorgegangen.

Ob und in welcher Weise in den Folgejahren die Aktivitäten der Brandbekämpfung in Ronheim organisiert und durchgeführt wurden, ist leider nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass im Jahre 1902 eine Feuerspritze angeschafft wurde, die über einen Handpumpenmechanismus verfügte und bereits mit Saugschläuchen ausgestattet war. Sie wurde von den Kameraden oder von Pferden bewegt. Die Pumpe befindet sich bis zum heutigen Tage im Besitz der FFW Ronheim und ist nach wie vor einsatzfähig.

Die historische Spritze der FFW Ronheim

Etwa um die gleiche Zeit wurde in Ronheim eine erste, mehr oder weniger organisierte freiwillige Feuerwehr gegründet, die sich jedoch am 28. September 1905 wieder auflöste. Die Begründung des damaligen Bürgermeisters Eber: Die Gemeinde besteht aus drei Orten, die eine halbe Stunde voneinander entfernt liegen, infolgedessen ist ein rasches Eingreifen bei einem Brand ausgeschlossen und die erforderliche Mitgliederzahl kann auch nicht erreicht werden. Wenn alle tauglichen ansässigen Männer der Wehr beitreten, kommt man höchstens auf 16–18 Mitglieder.

Die Gründung der FFW Ronheim

Das Protokoll der Gründungsversammlung

Die Bezirksvertretung wollte diesen Zustand nicht dulden. Alle männlichen Einwohner der Gemeinde, welche nach der distriktpolizeilichen Feuerlöschordnung der Feuerwehrpflicht unterstanden, hatten an einer Versammlung in der Eber’schen Wirtschaft zwecks „Gründung einer freiwilligen Feuerwehr“ teilzunehmen. Diese Versammlung, die am 29. März 1909 stattfand, führte zur Gründung der FFW Ronheim. Die 26 Männer, die spontan ihren Beitritt erklärten, waren:

Bgm. Johann Herrle, Georg Schröppel, Heinrich Straß, Johannes Wiedenmann, Georg Stumpf, Georg Stegner, Mattheus Straß, Josef Dumberger, Johann Strobel, Gottfried Stegner, Xaver Wenninger, Georg Dumberger, Friedrich Straß, Jakob Wiedenmann, Christian Stadelmann, Friedrich Seiler, Johannes Rau, Fritz Schröppel, Karl Hertle, Friedrich Funk, Johann Baur, Johann Burger, Friedrich Eber, Johannes Burger, Georg Hertle, Andreas Lang. Der ersten Vorstandschaft der Freiwilligen Feuerwehr Ronheim gehörten damals an:

Vorstand und Schriftführer: Johann Herrle

Kommandant: Georg Stegner

Adjudant: Mattheus Straß

Steigerzugführer: Johannes Baur

Spritzenmeister: Johann Strobel

Kassier: Johannes Wiedenmann

Der 1914 beginnende erste Weltkrieg legte das Vereinsleben in ganz Europa lahm. So datierte der letzte Eintrag im Protokollbuch über die Hauptversammlungen vom 5. Januar 1915, bevor eine 5jährige Pause eintrat. Fast alle aktiven Feuerwehrmänner waren zum Kriegsdienst eingezogen worden, viele kehrten leider nicht vom Schlachtfeld zurück. Auch nach Ende des Krieges dauerte es bis zum 5. Februar 1920, ehe wieder eine ordentliche Generalversammlung der Wehr abgehalten werden konnte.  Am 8. Juli 1934 feierte die Wehr, die damals nur 24 aktive Mitglieder und 7 passive Mitglieder hatte, ihr 25jähriges Gründungsfest.

Wieder zogen dunkle Wolken auf. Der zweite Weltkrieg kam, und mit ihm eine erneute Starre in allen Vereinsaktivitäten in Deutschland. Dennoch gelang es der FFW Ronheim die Kriegswirren zu überstehen. Selbst in den dunkelsten Kriegsjahren wurden alle ordentlichen Generalversammlungen abgehalten.

Nach Kriegsende war das alte Spritzenhaus zu klein und wohl auch zu baufällig geworden, sodass sich die Wehr 1948/49 zu einem Neubau an der gleichen Stelle entschloss.

Zwei Jahrzehnte später, am 7. Juni 1953, wurde abermals gefeiert. Anlass war die Weihe der Vereinsfahne. Die Patenschaft hatte die FFW Harburg übernommen. Die Wehr aus Ronheim hatte damals 22 Aktive und sechs Ehrenmitglieder.

Die FFW Ronheim 1953 bei der Fahnenweihe

Am 5. Juli 1959 feierte die Wehr unter der Patenschaft der FFW Harburg ihr 50jähriges Jubiläum. Die Stärke der Wehr betrug damals 28 Aktive und 6 Ehrenmitglieder.

Am Pfingstmontag, den 17. Mai 1971, richtete ein Unwetter in den Gebäuden und auf dem Betriebsgelände der Firma Bschor großen Schaden an. Die FFW Ronheim war rund um die Uhr bei Familie Bschor im Einsatz, um die Kellerräume leerzupumpen und beim Aufräumen zu helfen.

Unter der Schirmherrschaft von Hans Schneider, ehemaliger Bürgermeister in Harburg, und wiederum unter der Patenschaft der FFW Harburg, feierte das ganze Dorf vom 19. bis 21. Mai 1984 das 75jährige Gründungsfest ihrer Wehr. Die Wehr konnte damals 27 aktive und 11 passive Mitglieder zählen.

Die Jubelwehr 1984

25 Jahre später kann die FFW Ronheim im Bewusstsein der langen Tradition mit der Wehr aus Harburg als Pate ihr 100jähriges Jubiläum feiern.

Als Schirmherr konnte Hans Stengel gewonnen werden. Er unterstützte die 42 aktiven, 21 passiven und 4 Ehrenmitglieder bei den Vorbereitungen auf das Jubiläumswochenende vom 3. bis 5. Juli 2009.

Die Vorstände seit der Gründung:                                 Die Kommandanten seit der Gründung:

1909 - 1937   Johann Herrle                 1909 - 1909   Georg Stegner 

1937 - 1939   Johann Wiedenmann       1909 - 1921   Johannes Wiedenmann

1939 - 1948   Georg Baur                    1921 - 1956   Friedrich Heiß

1948 - 1960   Christian Stadelmann      1956 - 1985   Ludwig Lanzer

1960 - 1963   Johann Wiedenmann       1985 - 1997   Karl Baur

1963 - 1997   Karl Stadelmann sen.       1997 - 2003   Herbert Rebele

1997 - 2003   Karl Stadelmann jun.        seit 2003       Friedrich Baur

2003 - 2010   Herbert Rebele

seit 2010       Markus Heiß

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