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Das Ronheim, wie wir es kennen, lässt auf Grund des Strukturwandels in den letzten rund hundert Jahren auf keine lange Geschichte schließen. Jedoch reichen die Wurzeln des Ortes, der in der Vergangenheit „Ranheim“ genannt wurde, bis in die Zeit Karls des Großen zurück. Belege dafür finden sich in der Urkundensammlung der Abtei Lorsch in Hessen. Dort entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts der "Lorscher Codex", in dem an drei Stellen "Ranheim" erwähnt wird: in einer undatierten Hubenliste, in einer Schenkungs- urkunde von 805 und in einem Tauschvertrag von 868. In der Schenkungsurkunde wird berichtet, dass ein Christian von Mündling dem Kloster Lorsch Güter überschreiben ließ, zu denen auch zwei Huben in "Ranheim" gehörten.Durch den genannten Tauschvertrag, den das Kloster mit Ludwig dem Deutschen abschloss, wurde dieser Besitz Reichsgut. Wiederholt haben die Regenten der damaligen Zeit diesen Besitz an die Grafen von Oettingen verpfändet. Im Jahr 1418 erklärte Kaiser Sigismund diese Reichspfandschaften für unablösbar. Die verpfändeten Güter gingen damit in den dauerhaften Besitz der Grafen von Oettingen über. 1493 entstanden durch Erbfolge die Teilgrafschaften Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein, die sich auf Grund der Einführung der Reformation im Jahre 1539 sehr schnell auseinanderentwickelten. Die Grafen von Oettingen-Oettingen und damit auch ihre Untertanen, bekannten sich zur "neuen Lehre". Für Ronheim begann damit ein Jahrhundert ständig wiederkehrender Probleme. Die Gründe lagen in seiner schwierigen Situation. Ronheim gehörte zum Landesteil der Grafen von Oettingen. Diese waren die Landesherren und bestimmten die Religion. Da Ronheim aber nach Mündling gepfarrt war, das zu Pfalz-Neuburg gehörte, waren Schwierigkeiten unvermeidbar, sofern die Landesherren in Glaubensfragen nicht einer Meinung waren. Beide Grafschaften nahmen zunächst die "neue Lehre" an: Oettingen-Oettingen 1539 und Neuburg-Pfalz 1542. Als aber Pfalz-Neuburg 1618 zum Katholizismus zurückkehrte, mussten auch die Ronheimer den Glauben wechseln. Der Verlauf des 30jährigen Krieges führte schon 1632 zu einem erneuten Glaubenswechsel. Es wurde wieder protestantisch und dabei blieb es. Die materiellen Schäden der jahrzehntelangen Kämpfe waren unvorstellbar. Ronheim wurde völlig zerstört. 25 Jahre nach Friedensschluss waren fünf der sechs Bauernhöfe wieder aufgebaut, aber von den ehemals 14 Sölden waren erst drei wieder bewohnbar. Auch von der Kapelle, die der Abt des Klosters Kaisheim 1278 errichten ließ, standen nur noch die Außenmauern. Zweihundert Jahre lang predigten die Harburger Pfarrer wenigstens zweimal im Jahr in der Kapellenruine. 1848 hat man schließlich dieses Denkmal aus alter Zeit aus wenig überzeugenden Gründen abgebrochen. Die Erhebung Bayerns zum Königreich (1806) brachte weitere Veränderungen. 1826 erhob die Königliche Regierung die Weiler Ronheim, Katzenstein und Sonderhof zu einer eigenständigen Gemeinde. Als Folge der Gebietsreform der siebziger Jahre ging diese Selbstständigkeit wieder verloren. Seit 1972 ist die ehemalige Gemeinde Ronheim ein Ortsteil von Harburg. 

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