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Das "Hüllaloch" zwischen Ronheim und Harburg

Zwischen Ronheim und Harburg gibt es eine kleine Höhle in den Felsen, welche von Ronheim in 5-10 min zu erreichen ist. Man geht von Ronheim kommend auf dem Radweg nach Harburg bis zum Recyclinghof. Dort wechselt man die Straßenseite, und begibt sich auf einen unbefestigten Weg durch Bäume und Sträucher, an Felsen vorbei weiter in Richtung Harburg. Nach gefühlten 500m erreicht man eine Betontreppe an der Felswand, welche seit einigen Jahren den Aufstieg zum "Hüllaloch" erleichtert, früher war der Aufstieg eher sehr abenteuerlich:-) Dieser Ausflug eignet sich besonders für Kinder als "Abenteuerausflug", denn die Höhle ist angenehm dunkel und besitzt einige Winkel und Löcher, die nicht so gut einsehbar sind, besonders abenteuerlich wird es, wenn sie ihren Kindern vorher die Sage vom "Hüllaloch" vorlesen, viel Spass bei diesem Ausflug! (MCS)

Die Sage vom "Hüllaloch"!

Es muß im Dreißigjährigen Krieg gewesen sein. Da hütete ein Schäfer die Herde seines Herrn in den Wörnitzwiesen bei Harburg. Als er wieder einmal vom Nahen eines feindlichen Heere hörte, suchte er mit seinen Schafen in einer Höhle Zuflucht. Steilauf ragt dort eine Felswand, und in halber Höhe tun sich darin dunkle Tore auf, ein größeres und ein kleineres. Viel Platz fand der Schäfer darinnen nicht, und noch weniger gefiel es ihm, tagtäglich Wasser und Futter für seine Tiere aus dem Wörnitzgrund heraufschleppen zu müssen. "Soll sie doch der Teufel holen!" platze er eines Tages heraus. Aber wie erschrak er, als vor ihm, wie aus der Felswand gewachsen, ein feiner Mann in Gehrock und Zylinder stand. "Ich hörte, Ihr wollt Eure Schafe loswerden. Was sollen sie denn kosten?"
Verblüfft schaute der Schäfer darein. Die Tiere gehörten ihm ja gar nicht. Aber das wäre das Geschäft seines Lebens. Wer wollte ihn in dieser unruhigen Zeiten zur Rechenschaft ziehen?
"Eine Kiste voll Gold!" forderte er und erwartete insgeheim, der Käufer möchte ablehnen, denn das Gewissen rührte sich immer noch gar sehr. Der Fremde schien den Kaufpreis in Ordnung zu finden. Er stieß einen gellenden Pfiff aus, und durch die Lüfte galoppierte eine feuriger Rappe heran. Das geht nicht mit rechten Dingen zu, dachte verwirrt der Schäfer, da riß ihn schon das Wort des Unheimlichen in die Wirklichkeit zurück: "Nimm dein Gold! Hier die Kiste!" Wahrhaftig, auf dem Rücken des Pferdes ruhte eine eisenbeschlagene Truhe, und als der Schäfer sie herabheben wollte, zog ihn ihr Gewicht förmlich zu Boden. Er hob den Deckel und prallte zurück. Lauter Gold! Alle Skrupel erstarben in ihm, die Gier nach Geld hatte ihn gepackt. "Die Schafe sind dein!" schrie er. Im selben Augenblick schwang sich der unheimliche Kunde auf das Roß, und ab ging`s durch die Luft, die Schafe hinterher, die ganze große Herde.
Aber was war das? Die Kiste mit dem Gold begann auch mitzurutschen. "Karo, faß!" brüllte erschrocken der Schäfer, indem er sich blitzschnell draufhockte, während der Hund die Zähne ins Holz schlug. Sie konnten den Schatz zurückhalten, mit Aufbietung aller ihrer Kräfte. Doch dann passierte es. Als ob ein unsichtbares Band gerissen wäre, schleuderte es plötzlich Schäfer, Hund und Kiste in den finsteren Winkel der Höhle.
Dort sitzt der Schäfer heute noch auf seinem Teufelsgeld und sein Hund fletscht jedesmal die Zähne, wenn sich ein verwegener Bursche an ihn heranmacht, um den Schatz zu rauben. Nicht ohne Grund heißt seit jenem Tag die Felsspalte "Hüllaloch", Hüllenloch!

Quelle: http://www.myheimat.de/DE--harburg--485/die-sage-vom-huellenloch-aus-dem-30-jaehr-krieg-d124089.html

Weitere Sagen und Geschichten aus der Umgebung:

"Die geheimnisvolle Burg Wöllenwarth" bei Harburg

Der Teufel im Glas

Vom Riessee (gäbe es ihn heute noch wäre er der drittgrößte See Europas)

Die Sage von Elisabeth von Leuchtenberg, "das Karafreile"

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